Der SV Großgrimma wurde am 21.09.1921 gegründet und blickt auf eine lange, bewegte Vereinsgeschichte zurück.
Die Ortschaften Großgrimma, Deumen, Domsen, Grunau und Bösau verschwanden im Laufe des 20. Jahrhunderts durch den Braunkohletagebau im mitteldeutschen Revier.
Im Zuge der industriellen Braunkohleförderung wurden ganze Dörfer abgebaggert, die Bevölkerung umgesiedelt und die gewachsenen Strukturen vollständig aufgelöst. Mit dem Verschwinden der Orte gingen auch Traditionen, Vereinsleben und dörfliche Gemeinschaften verloren.
Der SV Großgrimma entstand ursprünglich genau aus diesen Gemeinden heraus und überdauerte damit die Zerstörung seiner Heimatorte – etwas, das nur wenigen Vereinen gelungen ist.
Der Verein steht damit exemplarisch für viele verschwundene Orte der Region, bewahrt aber vor allem die Erinnerung an seine eigenen Wurzeln.
Aus diesem Grund versteht sich der SV Großgrimma nicht nur als Sportverein, sondern auch als kultureller Erinnerungsort.
Mit dem jährlich stattfindenden Heimatfest wird bis heute an die verschwundenen Ortschaften erinnert und das Andenken an die ehemalige Heimat vieler Familien bewahrt.
Heute ist der SV Großgrimma weit mehr als ein Sportverein.
Mit seinen zahlreichen Abteilungen und einem vielseitigen Sportangebot für Kinder, Jugendliche, Erwachsene und Senioren zählt er zu den prägenden Vereinen im Burgenlandkreis. Der Verein ist ein zentraler Treffpunkt für Menschen aus Hohenmölsen und der gesamten Region.
Was den SV Großgrimma besonders auszeichnet, ist die Verbindung von Sport, Gemeinschaft und gelebter Geschichte. Generationen von Mitgliedern engagieren sich hier ehrenamtlich, fördern den Nachwuchs und stärken den Zusammenhalt – auf und neben dem Sportplatz.
Der SV Großgrimma steht heute für Leidenschaft, Verlässlichkeit und Heimat und ist damit ein fester Bestandteil des gesellschaftlichen Lebens in der Region.
Unter folgendem Link findet ihr Auszüge aus unserer Vereinschronik.
Verfasserin ist unsere Vereinschronistin Renate Bader.






